Grundsätzlich verjähren Sach­mangelrechte in zwei Jahren ab Lieferung des Autos. „Käufer müssen daher nach der Gesetzeslage gerichtliche Schritte eingeleitet oder den Rücktritt vom Vertrag erklärt haben um Ihre Ansprüche gegen Händler zu sichern“, so Rechtsanwalt Tobias Gussmann (Kanzlei GBK Fachanwälte Rechtsanwält). „Andernfalls müssen Käufer mit dem Verlust Ihrer Rechte trotz drohender Fahrverbote rechnen“, so Gussmann weiter. Der Volks­wagen-Konzern hat jedoch seinen Händ­lernnach Angaben von „test.de“ empfohlen, auf die Einrede der Verjährung zu verzichten, wenn Kunden Forderungen wegen des VW-Skandals anmelden. Dazu muss der Händler, der den Wagen verkauft hat, ihn dem Kunden gegen­über erklären. Manchmal verzichten Händeler sogar im Einzel­fall nach­träglich, also nachdem die Verjährungs­frist eigentlich schon abge­laufen war.