Prüfen Sie hier ob Ihr Auto vom VW Dieselgate Abgasskandal betroffen ist?

Sie können auf den nachfolgenden Seiten prüfen, ob Ihr Auto vom VW Dieselgate Abgasskandal betroffen ist:

  1. VW Abgas Skandal: http://info.volkswagen.de/de/de/home.html?tab=check-own-car
  2. Audi Abgas Skandal: www.audi.de/de/brand/de/neuwagen/layer/serviceaktion.html
  3. Seat Abgas Skandal: www.seat.de/ueber-seat/dieselmotoren/fin-nummer.html

Sollt Ihr Fahrzeug betroffen sein, so empfehlen Juristen und Sachverständige in der Presse keine Nachbesserung und Nachrüstung dürchzuführen.

Infos zur Entwicklung – Was war der Auslöser?

Am 18.09.2015 teilte die US-amerikanische Umweltbehörde United States Environmental Protection Agency der Öffentlichkeit mit, dass sie gegen die Volkswagen AG wegen Verstößen gegen die zulässigen Stickoxid-Grenzwerte ermittelt und vorgehen werde. Der Volkswagen-Konzern reagierte und räumte dann am 23.09.2015 gegenüber der im Bundestag eingesetzten Untersuchungskommission „Volkswagen“ ein, „dass sich auch in bestimmten in der EU typgenehmigten Diesel-Kraftfahrzeugen unzulässige Abschalteinrichtungen befinden.“

Seitdem steht fest, dass die Volkswagen AG bei bestimmten Diesel-Kraftfahrzeugen des Volkswagenkonzerns die Motorsteuerung mittels einer speziellen Software so manipuliert hat, dass bei den betroffenen Fahrzeugen erkannt wurde, ob diese in einem Prüfzyklus fuhren oder nicht. Im ersten Fall schaltet die Motorsteuerung auf eine Emissionsstrategie um, was wiederum zur Folge hat, dass im Prüfzyklus dieser Fahrzeuge niedrigere Emissionswerte der Stickstoffoxide ausgewiesen werden als beim Fahren auf der Straße.

Das Kraftfahrt-Bundesamt ordnete dann am 15.10.2015 den Rückruf von insgesamt 2,4 Millionen VW-Fahrzeugen an. Davon betroffen waren alle Fahrzeuge mit EURO-5-Dieselmotoren des Typs EA 189 der Hubraumgröße 2 Liter, 1,6 Liter sowie 1,2 Liter. Hierbei handelt es sich z. B. um den Golf der sechsten Generation, den Passat der siebten Generation sowie um die erste Generation des VW Tiguan als auch um Fahrzeuge von Skoda, Seat und Audi. Halter dieser Fahrzeuge sind nunmehr aufgefordert, ihr Kfz in einer Fachwerkstatt vorzuführen, um ihn in den vorschriftsmäßigen Zustand versetzen zu lassen.

Obwohl in den USA bereits erhebliche Entschädigungen geflossen sind, leht die Volkswagen AG Entschädigungszahlungen für europäische Kunden grundsätzlich ab, was ienen weiteren Skandal auslöste.

Die Gerichte haben jedoch zwischenzeitlich das rechtswidrige VErhalten von VW und anderer Hersteller gegenüber ihren Kunden erkannt,  und bereits zahlreiche verbraucherfreundliche Urteile und Entscheidungen für Autofahrer erlassen. Betroffen sind mittlerweile fast alle Marken des Wolkswagen Konzern, insbesondere die Marken VW, Audi, Skoda, Seat und Porsche sowie deren Händler

Landgericht Krefeld, Az. 2 O 72/16, 83/16: Volkswagen hat seine Käufer arglistig getäuscht hat und deshalb ist der Kaufpreis zurückzuerstatten.

Landgericht Hildesheim, Az. 3 O 139/16: Urteil gegen die Volkswagen AG zum Schadensersatz wegen vorsätzlicher Verbraucherschädigung.

Ist eine Nachrüstung erforderlich?

Gemäß § 25 Abs. 2 der EG-Fahrzeuggenehmigungsverordnung hat das Kraftfahrzeug-Bundesamt hat den VW-Konzern dazu verpflichtet, die im Verkehr befindlichen Dieselfahrzeuge in einen mit der Typgenehmigung konformen technischen Zustand zu überführen.

Das bedeutet konkret: die unzulässige Abschalteinrichtung muss entfernt werden.

Ist das Fahrzeug bereits verkauft, kann jedoch eine Umrüstung und Mangelbehebung nur über den Fahrzeughalter erfolgen. Doch die jeweiligen Fahrzeughalter sind nicht Adressaten der Typgenehmigung, so dass aus der dem VW-Konzern auferlegten Pflicht zur Umrüstung keine unmittelbare Pflicht für die Halter oder Eigentümer entsteht. In der Folge ist der Rückruf für die EIgentümer und Halter grundsätzlich also nicht verpflichtend. Dies könnte sich aber nach Abschluss der Rückrufaktion ander erweisen, denn dann trifft auch den Halter die Pflicht zur Herstellung der Vorschriftsmäßigkeit, was dazu führen, dass ein nicht umgerüstetes Fahrzeug bei der nächsten Hauptuntersuchung keine HU-Plakette mehr erhält.

Erfahrungen mit der Nachrüstung gibt es bislang jedoch keine. Bis Ende des Jahres 2016 sind nach Angaben des Verkehrsministerium 650.000 von ca. 2,5 Mill. Dieselfahrzeugen mit dem Motor EA189 umgerüstet worden. Oft klagen Rückrufteilnehmer danach über erhebliche Verschlechterungen ihrer Fahrzeuge. Auch Sachverständioge hegen wohl Zweifel, ob durch das Software-Update keine weiteren Mangelerscheinungen für das Fahrzeug auftreten. Eine Garantie vom VW-Konzern für die Haltbarkeit oder Eigenschaft wie Verbrauch, Leistung oder Drehmoment wird trotz Umrüstung nicht abgegeben.

Bislang ist bekannt, dass die nachfolgenden Fahrzeugtypen vom Abgas-Skandal betroffen sind:

Volkswagen

betroffen sind die Baujahre: 2008 – 2015:

  • VW Amarok (2.0 TDI)
  • VW Beetle (2.0 TDI) (Cabriolet)
  • VW Caddy (1.6 TDI, 1.6 TDI BlueMotion Technology, 2.0 TDI, 2.0 TDI BlueMotion Technology)
  • VW CC
  • VW Eos (2.0 TDI)
  • VW Golf VI (GTD, 1.6 TDI, 1.6 TDI BlueMotion,1.6 TDI BlueMotion Technology, 2.0 TDI) (Variant, Cabriolet, Golf Plus)
  • VW Jetta
  • VW Passat VII (1.6 TDI BlueMotion, 1.6 TDI BlueMotion Technology, 2.0 TDI BlueMotion Technology) (CC, Variant)
  • VW Polo (1.6 TDI, 1.6 TDI Blue Motion Technology, Blue Motion 89 g 1.2 TDI)
  • VW Scirocco (2.0 TDI, 2.0 TDI BlueMotion Technology)
  • VW Sharan (2.0 TDI BlueMotion Technology, 2.0 TDI BlueMotion)
  • VW Tiguan I (2.0 TDI)
  • VW Touran (1.6 TDI, 2.0 TDI)
  • VW Transporter

Audi

betroffen sind die Baujahre: 2009 – 2014:

  • Audi A1 (1.6 TDI, 2.0 TDI) (Sportback)
  • Audi A3 (1.6 TDI, 2.0 TDI) (Cabriolet, Sportback)
  • Audi A4 (2.0 TDI) (Cabriolet,Allroad, Avant, Quattro)
  • Audi A5 (2.0 TDI) (Cabriolet. Coupè, Sportback)
  • Audi A6 (2.0 TDI) (Avant)
  • Audi Q3 (2.0 TDI)
  • Audi Q5 (2.0 TDI)
  • Audi TT (2.0 TDI) (Coupè)

Skoda

betroffen sind die Baujahre: 2009 – 2014:

  • Skoda Fabia (1.6 TDI)
  • Skoda Octavia (1.6 TDI, 1.6 TDI GreenLine, 2.0 TDI) (Combi, Scout)
  • Skoda Rapid (1.6 TDI)
  • Skoda Roomster (1.6 TDI)
  • Skoda Superb (1.6 TDI, 2.0 TDI, 1.6 TDI GreenLine) (Combi)
  • Skoda Yeti (1.6. TDI, 1.6 TDI Greenline, 2.0 TDI)

Seat

  • Seat Alhambra
  • Seat Altea, Seat Altea XL
  • Seat Exeo (2.0 TDI)
  • Seat Ibiza
  • Seat Leon

 

Mittlerweile ist aus der Presse bekannt, dass wohl auch weitere Fahrzeuge und Marken betroffen sind. Insbesondere auch Fahrzeuge der Marke Porsche:

Porsche

Der Autobauer bezieht seine Dieselantriebe teilweise von der VW-Tochter Audi. Dabei ist der Audi-Motor im Modell Cayenne verbaut und möglicherweise auch in früheren Panamera Modellen. Nach der Entdeckung neuer auffälliger Diesel-Abgaswerte bei Audi war daher im Juni das Kraftfahrt-Bundesamt angewiesen worden, Untersuchungen am Porsche-Modell Cayenne durchzuführen.

  • Cayenne betroffen
  • Rückruf bei Porsche Macan
In Deutschland ist außerdem der kleinere Porsche-Geländewagen Macan Teil eines sog. „freiwilligen“ Rückrufs von 630.000 Fahrzeugen verschiedener Marken, bei denen amtliche Zweifel an der Abgastechnik aufgetreten sind. Der Vorwurf einer illegalen Einrichtung wurde jedoch hier bislang nicht erhoben.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt im Fall Porsche.

Auch Fahrzeuge der Marken

BMW

Daimler, Mercedes

sind wohl mehr betroffen, als bislang angenommen.

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Wir stehen an Ihrer Seite im Abgasskandal.

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